Neues aus dem Netzwerk Bildung durch Verantwortung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung e.V.,

vom 27. bis 29. April 2016 findet unsere diesjährige Frühjahrstagung Refugees Welcome! – Aufbruch und Wandel an Hochschulen? in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg statt.

Im Fokus steht das Engagement von Hochschulen angesichts von Flucht und Migration. Als Open-Space-Veranstaltung konzipiert, soll die Tagung vor allem dem Erfahrungsaustausch und der Handlungsplanung dienen.

Auf der Website des Hochschulnetzwerks steht jetzt der “Call for Projects” bereit. Je nach Beitragsart endet die Einreichungsfrist am 21. Feburar oder 18. März.

http://www.bildung-durch-verantwortung.de/veranstaltungen/fr%C3%BChjahrstagung-in-l%C3%BCneburg

Ab Ende Februar wird auf der Website ebenfalls das vollständige Tagungsprogramm sowie der externe Link zur Tagungsanmeldung zu finden sein.

Wir bitten Sie, diese E-Mail an interessierte Personen in Ihrem Umfeld weiterzuleiten, gern auch aus dem gemeinwohlorientierten Sektor.

Neue Service Learning Publikation

Pünktlich zum Jahresbeginn gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien zum Thema Service Learning  zu vermelden. Erschienen ist die Publikation von Prof. Dr. Heinz Reinders im Beltz Verlag unter dem folgenden Titel:

Heinz Reinders
Service Learning – Theoretische Überlegungen und empirische Studien zu Lernen durch Engagement
ISBN 978-3-7799-3380-9

  

Mit Service Learning kompetent in die Praxis: Lehramtsstudierende führen eine Sprachstandsdiagnostik in Mannheimer Gymnasien durch

In Kooperation mit zwei Mannheimer Gymnasien widmeten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Service Learning-Seminars "Diagnostik im Unterricht" dem wachsenden Problem der Leistungsheterogenität in deutschen Schulklassen. Um den Unterricht an diese spezifischen Lernvoraussetzungen anpassen zu können und/oder passende Förderkonzepte entwicklen zu können, ist es zunächst notwendig,  die sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu kennen. Daher begleiteten die Seminarteilnehmer ein Semester lang ausgewählte fünfte Klassen und ermittelten mithilfe diagnostischer Verfahren den Sprachstand der teils sehr heterogenen Lerngruppen, um basierend auf dieser Sprachstandsdiagnose Handlungsempfehlungen bezüglich einer Sprachförderung aussprechen zu können.

Das Seminar ist damit Teil der Bildungspartnerschaft der Universität Mannheim mit Mannheimer Schulen, in deren Rahmen lösungsorientiert konkrete Fragestellungen zu Schulentwicklungsprozessen bearbeitet werden. Die durch die sehr engagierte Studierendengruppe erworbenen Erkenntnisse können durch die beteiligten Gymnasien im Anschluss an das Projekt als Basis für die eigene Unterrichtsentwicklung und für die Entwicklung von Förderkonzepten im Umgang mit Leistungsheterogenität genutzt werden. Unterstützt werden die Schulen dabei zusätzlich durch ein Service Learning-Seminar im kommenden Frühjahrssemester, welches die Themen Umgang mit Heterogenität und didaktisch-methodische Handlungskompetenzen behandeln wird.

 

Service Learning - Seminar "Wirtschaftsethisches Lernen": Frühe Einblicke in wirtschaftethische Dilemmastrukturen

 

Mit einer spannenden Abschlusspräsentation wurde im Dezember ein weiteres Service Learning-Seminar der Universität Mannheim abgeschlossen. Im Laufe des Semesters widmeten sich   Studierende der Wirtschaftspädagogik unter der Leitung der Dozenten Prof. Dr. Georg Lämmlin und Dr. Paul Platzbecker der Herausforderung, wirtschaftsethische Fragestellungen in die Unterrichte der dualen Berufsausbildung zu kaufmännischen oder gewerblichen Berufen zu integrieren.

Auf Basis von im Seminar erlernten didaktischen Grundprinzipien und wirtschaftsethischen Grundlagen konzipierten die Studierenden dafür in Kooperation mit verschiedenen berufsbildenden Schulen im Raum Mannheim mögliche Unterrichtsentwürfe und –bausteine für den Religions- und Ethikunterricht, in denen den Schülern wichtige Schlüsselkompetenzen zum Thema Wirtschaftsethik näher gebracht werden soll. Getreu dem Service Learning-Konzept erfolgte in einem nächsten Schritt die praktische, selbstständige Durchführung und Erprobung dieser Unterrichtsdesigns in ausgewählten Religions- und Ethikklassen der teilnehmenden Berufsschulen.

Die konzipierten Unterrichtsentwürfe der Studierenden können nun als Basis eines noch zu entwickelnden Wirtschaftsethik-Moduls dienen, welches dauerhaft in den Lehrplan für Berufsschulen aufgenommen und integriert werden könnte.

    

 

Service Learning - Seminar "Evaluationsmethoden und -standards"

Unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Seifried haben sich im vergangenen Semester 15 Masterstudierende der Wirtschaftspädagogik im Seminar „Evaluationsmethoden und -standards“ mit der Evaluation der Mannheimer Straßenschule FREEZONE auseinandergesetzt. Als Anlaufstelle für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen werden in dieser Straßenschule jugendliche Schulabbrecher durch ehrenamtliche Mitarbeiter auf einen schulexternen Haupt- oder  Realschluss vorbereitet.

Ziel dieses Service Learning-Seminares war es, mit einem eigens ausgearbeiteten  Konzept die Straßenschule zu evaluieren: Funktioniert das Modell?  Erreichen die Schüler ihren Abschluss und arbeiten Schulleitung, Lehrkräfte und Schüler gut zusammen? Zum einen wurde eine Bestandsaufnahme bereits vorhandener Daten durchgeführt, durch beispielsweise die Analyse von Prüfungserfolgsquoten oder die Zahl und Qualifikation der Lehrkräfte. Zum anderen führten die Studierenden Interviews mit allen beteiligten Parteien.Die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Schülern und den ehrenamtlichen Lehrkräften der Straßenschule war ein voller Erfolg und die Projektergebnisse stimmten alle Beteiligten zufrieden. Die ausgearbeitete Evaluation der Studierenden, die in einer Abschlusspräsentation vorgestellt wurde, kann nun konkret genutzt werden, um eine weitere Straßenschule in Ludwighafen aufzubauen.

Informationen zu der Mannheimer Straßenschule finden Sie hier.

Eindrücke der Studierenden zum Projekt finden Sie hier.

   

 

Service Learning - Seminar „Sucess starts here - Einführung in die Marketingkommunikation “

Wie entwickelt man  eine professionelle  Marketingstrategie? Was für Marketinginstrumente gibt es und wie kann man sie erfolgreich einsetzen? Diese und andere Fragen waren in diesem  Herbst-/Wintersemester Thema des Service Learning-Seminars „ Sucess starts here-Einführung in die Marketingkommunikation".

Unter der Leitung der Dozentin Kirstin Niedernolte, wurden die aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommenden Studierenden in die einzelnen Schritte der Planung, Entwicklung und Umsetzung einer Marketingkampagne eingeführt. Doch wurden Strategien und Konzepte nicht nur theoretisch vermittelt, sondern parallel auch anhand eines konkreten Projektes praktisch  erarbeitet. Als Projekt wurde die Freiwilligenbörse der Stadt Mannheim gewählt. Auf dieser Plattform sollen sich engagierte Bürger und gemeinnützige Einrichtungen, die ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, zusammenfinden. Aufgabe des Service Learning-Kurses war es, eine Marketingkampagne für die neue Online-Freiwilligenbörse zu erstellen und sie dadurch bekannt zu machen. Mit viel Engagement arbeiteten die Studierenden das Semester über an einer originellen Werbekampagne und entwickelten Marketingideen. Das theoretisch gelernte Wissen über Werbestrategien und Marketingkonzepte wurde so praktisch angewendet und vertieft. Am Ende des Semesters hatten die Studierenden nicht nur ein umfassendes Wissen zur Marketingkommunikation erlangt, sondern auch erfolgreich eine eigene Werbekampagne auf die Beine gestellt. Diese wurde im Dezember unter dem Namen „ Engel Mannheims"  in  Form von Aktionsständen an mehreren Tagen sogar noch von den Studierenden selbst durchgeführt.

Informationen zu den Engeln Mannheims finden Sie hier.

Die Freiwilligenbörse der Stadt Mannheim finden Sie hier.

      

 

 

Service-Learning-Lehrpreis 2009

Der mit 1.500 € dotierte Service-Learning-Lehrpreis der Universität Mannheim, der 2009 zum ersten Mal verliehen wurde, ist am 26. Oktober von Herrn Prof. Dr.  Manfred Hofer an Frau Charlotte Wintterlin vom Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik überreicht worden. Herzlichen Glückwunsch!

 

Service Learning im HWS 2010

Ein Beispiel einer erfolgreichen Service Learning-Veranstaltung war die im HWS 2010 durchgeführte Übung „Service Learning – Politische Partizipation“ von Dr. Julia Rathke und Markus Tausendpfund (Fakultät für Sozialwissenschaften, Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und International Vergleichende Sozialforschung). Nachdem die Studierenden im Seminar Theorien zu den Themen „Politische Partizipation“ und „Politische Bildung“ behandelt hatten, versuchten sie im Service, die Schüler der Uhlandhauptschule in Mannheim durch das Aufzeigen der Relevanz von politischen Entscheidungen für das eigene Leben zu Interesse an politischen Fragen zu motivieren. Den dazu veröffentlichten Artikel des Mannheimer Morgens finden Sie hier.

 

 

Neue Service Learning-Materialien online!

Zur Information rund um das Thema Service Learning sowie zur konkreten Planung und Durchführung von Service Learning-Veranstaltungen stellt das Referat Service Learning seit heute neue Materialien für Studierende, Lehrende und Nonprofit-Einrichtungen zum Download bereit.

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Simone Unger, E-Mail unger@ssl.uni-mannheim.de oder telefonisch unter 0621 / 181-1965 zur Verfügung.

 

4. ABSOLVENTUM-Ehrenamtsbörse "Soziales Engagement"

In Kooperation mit der Stadt Mannheim findet am

Dienstag, den 28. Februar 2012, von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr die

4. Absolventum-Ehrenamtsbörse statt.

Ort: Aula der Universität Mannheim

Bei der Veranstaltung stellen sich gemeinnützige Einrichtungen der Metropolregion Rhein-Neckar vor.

Für Lehrende der Universität bietet sich die Möglichkeit, Ideen und Kooperationspartner für die Durchführung von Service Learning-Seminaren zu finden.
Studierende können sich über konkrete ehrenmamtliche Tätigkeitsfelder informieren.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

 

Einladung zur Fachtagung "Bürgerschaftliches Engagement für Bildungserfolg"

Einladung zur Fachtagung "Bürgerschaftliches Engagement für Bildungserfolg"

Unser Kooperationspartner, die Stadt Mannheim, lädt gemeinsam mit der  Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, am Freitag, den 30. März 2012 zu einer Tagung ein, die innovative Ansätze rund um Teilhabe und offene Potentiale bürgerschaftlichen Engagements im Bildungsbereich zeigt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten die Veranstalter um eine verbindliche Anmeldung bis zum 16. März 2012. Die Teilnahme ist kostenlos.

  Hier finden Sie 


 


 

Studierende untersuchen mit Schülern Facebooknutzung

Im Service Learning-Seminar „Die Befragung als quantitative Methode" forschten im Frühjahrssemester 2012 unter Leitung von Franziska Roth, Dozentin und Doktorandin in der Medien- und Kommunikationswissenschaft, Studierende und Schüler gemeinsam zur politischen Nutzung von Facebook. Studierende der Universität Mannheim vermittelten dabei Schülerinnen und Schülern des Mannheimer Liselotte-Gymnasiums Grundlagen zur wissenschaftlichen Methode der Befragung und führten gemeinsam mit ihnen eine Erhebung zum Thema „Politische Nutzung von Facebook und dem Internet" durch.

Zum Artikel bei FORUMonline

 

Nachbericht zur Fachtagung "Überschuldung, Konsum und Verantwortung"

Am 01./02.12.2011 fand an der Universität Mannheim die erste Fachtagung zum Thema „Überschuldung, Konsum und Verantwortung“ statt. Am ersten Tag dieser Veranstaltung, die ehemalige Service Learning-Studierende mitorganisierten, wurde u.a. das Präventionsprojekt gegen Jugendüberschuldung „START FREI!“ vorgestellt. Am zweiten Tag wurde potentiellen Anwendern die Möglichkeit geboten, sich in der Anwendung des ehemaligen Service Learning-Projekts schulen zu lassen. Einen ausführlichen Nachbericht finden Sie hier.

 

Dissertation von Dr. Anne Seifert zum Thema Service Learning

Die Projektleiterin im Netzwerk "Lernen durch Engagement", Frau Dr. Anne Seifert, hat im September 2011 ihre Dissertation zum Thema "Resilienzförderung an der Schule: Eine Studie zu Service-Learning mit Schülern aus Risikolagen" im VS-Verlag für Sozialwissenschaften veröffentlicht:

Seifert, A. (2011). Resilienzförderung an der Schule: Eine Studie zu Service-Learning mit Schülern aus Risikolagen. Wiesbaden: VS-Verlag.

"Wie sollte Service-Learning pädagogisch begleitet werden, um Schüler aus Risikolagen zu stärken? Diese Frage hat Anne Seifert (Projektleiterin für Lernen durch Engagement, Freudenberg Stiftung) in ihrer Dissertation an der Universität Trier untersucht. Die Studie gibt einen systematischen Einblick in die Praxis des Lehrerhandelns und zeigt am Beispiel von Service-Learning auf, wie Resilienzförderung in den Schulalltag integriert werden kann. Zudem enthält das Buch viele spannende Hintergrundinformationen zu Service-Learning, die erstmals für den deutschen Kontext aufbereitet wurden."

Eine Leseprobe finden Sie hier.
Eine ausführliche Rezension des Buchs ist hier erschienen.

 

Erfahrungsberichte von Studierenden, Lehrenden und Akteuren aus Nonprofit-Einrichtungen

Im Rahmen von Service Learning-Veranstaltungen entsteht durch das Prinzip der Reziprozität ein Mehrwert bzw. eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Studierende und Lehrende der Universität Mannheim sowie Akteure aus Nonprofit-Einrichtungen berichten hier von ihren Erfahrungen mit Service Learning.

 

Praktikumsplätze bei der gemeinnützigen Initiative "Das macht Schule" zu vergeben

Die bundesweite gemeinnützige Initiative "Das macht Schule", die Eigeninitiative, Verantwortungsübernahme und Gemeinsinn an Schulen fördert, bietet zwei verschiedene Praktikumsplätze an. Die ausführliche Beschreibung entnehmen Sie bitte jeweils dem entsprechenden Link:


"Das macht Schule" ist eine bundesweite, unabhängige, private und gemeinnützige Initiative. Sie betreibt eine Web-Plattform, erstellt Projektvorlagen, aktiviert und motiviert Schulen ein Projekt zu starten, unterstützt per Hotline, bindet Unternehmen ein und sorgt für die Finanzierung dieser Aktivitäten. Die Initiative ist seit 2007 online. Sie erreicht Schüler/-innen, Lehrer/-innen und Eltern allgemeinbildender Schulen aller Jahrgänge in ganz Deutschland und ermöglicht Win-Win-Situationen zwischen Schule und Wirtschaft. Mehr Informationen der Initiative "Das macht Schule" finden Sie unter www.das-macht-schule.net

 

Präventionsprogramms gegen Jugendüberschuldung "START FREI!"

Die Projektgruppe  Wirtschaftspsychologie der Universität Mannheim hat gemeinsam mit dem städtischen Leihamt Mannheim und dem Caritasverband Mannheim e.V. das Präventionsprogramm gegen Jugendüberschuldung "START FREI!" entwickelt. Die Arbeit an dem Projekt wurde 2009 im Rahmen von Service Learning-Seminaren begonnen. Zusammen mit Vertretern des Caritasverbandes Mannheim e.V. beteiligten sich die Studierenden dieser Seminare aktiv an der Durchführung und Weiterentwicklung mehrerer Schuldenpräventionsmodule in verschiedenen Mannheimer Schulen. Im Juli 2011 wurde das Präventionsprogramm schließlich im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Weiterführende Informationen zu "START FREI!" finden Sie hier.

 

Teach First Deutschland sucht Fellows

Teach First Deutschland sucht Absolventinnen und Absolventen aller Studienrichtungen, die vieles in Frage stellen und nach kreativen Lösungen suchen. Talente, die an Schulen in sozialen Brennpunkten Chancen schaffen wollen. Weitere Informationen zum Fellow-Programm sowie die Ausschreibung selbst finden Sie hier.

Die gemeinnützige Bildungsinitiative Teach First Deutschland schafft bessere Bildungschancen für benachteiligte Kinder & Jugendliche, indem sich zusätzliche kompetente Fachkräfte (Fellows) für 2 Jahre in Vollzeit an Schulen in sozialen Brennpunkten einsetzen. www.teachfirst.de

 

Jugend.Denkt.Politik. 2011

„Jugend.Denkt.Politik.“ – 15 bis 20 Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen der Universität Mannheim, 25 bis 30 Schüler/-innen verschiedener Klassen der Oberstufen an Gymnasien und berufsbildenden Schulen im Raum Neustadt an der Weinstraße und ein virtuelles bürgerkriegsbelastetes Land mit dem Namen „Mugenia“. Dies sind die Eckpunkte für die 2010 ins Leben gerufene Service Learning-Veranstaltung der Universität Mannheim in Kooperation mit der Stadt Neustadt an der Weinstraße.

Ziel dieses Projektes ist es, Jugendliche und junge Erwachsene näher an das Thema politischer Entscheidungen heranzuführen und das Verständnis bzw. die Akzeptanz für Prozesse dieser Art zu erhöhen. Da das Projekt einen gesellschaftspolitischen Schwerpunkt setzt und politische Bildung als parteiunabhängig und konfessionsübergreifend begreift, übernimmt es in der Metropolregion Rhein-Neckar eine Vorreiterrolle im Bereich politischer Jugendarbeit.

Erster Teil der Service Learning-Veranstaltung stellt die Learning-Komponente dar, in der die Studierenden im Rahmen einer Veranstaltung am „Referat – Zentrum für Schlüsselqualifikationen“ in die Didaktik der Simulation eingeführt und in Grundlagen des Konfliktmanagements geschult werden. Darüber hinaus erarbeiten sie sich die für die Service-Komponente notwendigen Durchführungs- und Lösungsprozesse auf der Grundlage theoretisch fachlicher Inhalte. Die Veranstaltung ist in das Lehrprogramm der Universität Mannheim integriert und somit curricular verankert.

Im zweiten Teil der Service Learning-Veranstaltung, der sog. Service-Komponente, führen die Studierenden mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Klassen der Oberstufen an Gymnasien und berufsbildenden Schulen in Neustadt an der Weinstraße ein Planspiel durch, in dem die Studierenden in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern die zuvor erworbenen theoretischen Inhalte in Didaktik und Konfliktmanagement praktisch anwenden. In diesem Planspiel erarbeiten die Schüler/-innen – unter Anleitung der Studierenden – am Beispiel des virtuellen Landes „Mugenia“ die strukturellen Probleme eines bürgerkriegsanfälligen Staates. Die am Planspiel beteiligten Schüler/-innen schlüpfen dabei in verschiedene Rollen (z. B. Regierungsgruppe von Mugenia, Rebellengruppe, Journalistengruppe, UN-Gruppe, Nichtregierungsorganisation) und analysieren auf spielerische Art und Weise die Entstehung von Konflikten.

Diese Veranstaltung bietet sowohl den Studierenden als auch den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit einem abgesteckten Themenfeld gewinnbringend auseinanderzusetzen, da sie sich aktiv in die Bearbeitung mehrerer simultaner Probleme im Planspiel einbringen können. So erhalten sie auf spannende und anschauliche Art und Weise einen Einblick in die Komplexität von politischen Entscheidungsstrukturen und institutionellen Arbeitsweisen.

Um den Ansprüchen einer Service Learning-Veranstaltung Genüge zu tun, werden 1. Phasen der Reflexion in den Ablauf eingebunden: Damit die Studierenden schon vor dem eigentlichen Planspiel erste Erfahrungen diesbezüglich sammeln können, wird in der Lehrveranstaltung eine Mikrosimulation dieses Planspiels durchgeführt, bei welcher die Studierenden u. a. die vermittelten Reflexionstechniken anwenden. 2. wird die Veranstaltung dokumentiert und in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Qualitätsmanagement der Universität Mannheim evaluiert.

"Jugend.Denkt.Politik." fand erstmals im Jahr 2010 statt. Da das Projekt auf reges Interesse gestoßen ist, wird es im Frühjahrssemester 2011 eine Neuauflage geben. Der erste Teil von "Jugend.Denkt. Politik." (Learning-Komponente) findet als Veranstaltung "Didaktik der Simulation" am Zentrum für Schlüsselqualifikationen von 25.-27.7.2011, der zweite Teil (Service-Komponente) in Form einer Jugendakademie (bestehend aus Forschungswerkstatt, Planspiel und Konferenz) von 1.-5.8.2011 in Kooperation mit der Stadt Neustadt an der Weinstraße statt. Weitere Informationen zu "Jugend.Denkt.Politik." 2011 finden Sie hier.

 

NEU: Service Learning-Newsletter

Sie sind interessiert am Thema Service Learning und wollen mehr zu aktuellen Gegebenheiten, Service Learning-Projekten an der Universität Mannheim sowie an anderen Hochschulen, neuesten Veröffentlichungen usw. erfahren? Dann haben Sie die Möglichkeit, den Service Learning-Newsletter des Referats Service Learning zu abonnieren. Dieser wird künftig 1-2 Mal pro Semester erscheinen und Sie über die neuesten Entwicklungen rund um das Thema Service Learning informieren.

Über folgenden Link können Sie sich in die Mailingliste des Service Learning-Newsletters eintragen:
https://mailman.uni-mannheim.de/mailman/listinfo/service-learning

Die erste Ausgabe des Service Learning-Newsletters finden Sie hier.

 

Universität Mannheim verleiht Service Learning-Lehrpreis 2011

Die Universität Mannheim hat den mit 1.500 Euro dotierten Lehrpreis für Service Learning vergeben. Mit diesem Preis werden Lehrende gewürdigt, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung gemeinsam mit Studierenden Projekte für gemeinnützige Einrichtungen durchgeführt haben. In diesem Jahr wurde das Team um Herrn Professor Bernd Helmig (Lehrstuhl für ABWL, Public & Nonprofit-Management) ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Die Preisträger Stefan Ingerfurth, Vera Hinz und Prof. Dr. Bernd Helmig mit Juror Stefan Schmutz, Stadt Mannheim, und Simone Unger, Referat Service Learning der Universität Mannheim (v. li.; fehlend: Dr. Katharina Spraul)

Den ausführlichen Artikel zur Preisverleihung finden Sie hier auf FORUMonline.

 

Bilder von der Preisverleihung


    
Begrüßung durch den Prorektor für Studium und Lehre, Prof. Dr. Hermann G. Ebner Informationsveranstaltung durch Simone Unger, Referat Service Learning
   
 
Vorstellung der Service Learning-Veranstaltung "Jugend. Denkt. Politik." durch Stephan Marc Solomon
  Vorstellung der Service Learning-Veranstaltung "Nonprofit-Management I" durch Prof. Dr. Bernd Helmig
   

 
Vorstellung der Service Learning-Veranstaltung "Politische Partizipation" durch Dr. Julia Rathke und Markus Tausendpfund
 Laudatio durch Stefan Schmutz, Fachbereich Bildung der Stadt Mannheim
   
 
Überreichung des Service Learning-Lehrpreises 2011 an das Lehrstuhlteam von Prof. Dr. Bernd Helmig
 Überreichung des Service Learning-Lehrpreises 2011 an das Lehrstuhlteam von Prof. Dr. Bernd Helmig 
   
 

Die Preisträger Stefan Ingerfurth, Vera Hinz und Prof. Dr. Bernd Helmig mit Juror Stefan Schmutz, Stadt Mannheim, und Simone Unger, Referat Service Learning der Universität Mannheim (v. li.;
fehlend: Dr. Katharina Spraul)  



 

Ehrenamtliche Vertrauenspersonen für Förderprogramm STUDIENKOMPASS gesucht

Das Förderprogramm STUDIENKOMPASS sucht in Mannheim ehrenamtliche Vertrauenspersonen, die Teilnehmer/-innen bei der Suche nach dem passenden Studienfach unterstützen. Die Vertrauenspersonen begleiten die Schüler/-innen aus Elternhäusern ohne akademische Erfahrung dabei, angesichts der Vielfalt der Möglichkeiten, unterschiedliche Studiengänge oder Berufsfelder zu erkunden. Über die Unterstützung von engagierten Akademikern und Studierenden freuen sich die Teilnehmer/-innen!

Der STUDIENKOMPASS ist eine Initiative der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, der Accenture-Stiftung und der Deutsche Bank Stiftung und wird durchgeführt mit der Unterstützung weiterer Partner.

Ansprechpartnerin für das Förderprogramm STUDIENKOMPASS ist Frau Elizabeth Vazansky, E-Mail e.vazansky@sdw.org, Telefon: 030 / 278906-72.
Mehr Informationen zum Programm finden Sie unter: www.studienkompass.de

 

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