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Was sagen Akteure aus Nonprofit-Einrichtungen zu Service Learning?



Anna Schuler

Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes Mannheim
Service Learning-Veranstaltung "Armut und soziale Ausgrenzung" (HWS 2008/09)

"Die Idee des Service Learning finde ich sehr gut. Ich glaube, dass es eine Bereicherung sowohl für die Studierenden als auch für die Kooperationspartner ist. Ich persönlich empfand die Zusammenarbeit mit den Studierenden sehr schön und interessant und auf keinen Fall belastend. Gerade für solche Organisationen wie den Kinderschutzbund und andere Nonprofit-Organisationen stellt die Idee des Service Learning eine gute Möglichkeit dar, junge Menschen fürs ehrenamtliche Engagement zu begeistern. Die Zusammenarbeit mit den Studierenden stellte eine Bereicherung für die Kinder aus den Kindergruppen des Kinderschutzbundes dar. Die Kinder waren von den Studierenden begeistert, sie freuten sich, so viele "Erwachsene" zur Verfügung zu haben.  Durch die Zusammenarbeit hat der Kinderschutzbund auch eine neue ehrenamtliche Mitarbeiterin gewonnen. Eine der Studierenden möchte weiterhin einmal wöchentlich in der Kindergruppe mitarbeiten. Mich persönlich freut dies sehr! Noch eine andere Sache finde ich sehr gut: Durch die Präsentationen hat man einen Überblick über die Arbeitsfelder/Aufgaben der anderen Kooperationspartner gewonnen. So können neue Ideen des Wirkungskreises entstehen. Der Kinderschutzbund überlegt, eine Kindergruppe in dem Asylbewerberheim zu organisieren."

 


Ulrike Manthey
Mitarbeiterin der Diakonie Mannheim (Asylbewerberunterkunft)
Service Learning-Veranstaltung "Armut und soziale Ausgrenzung" (HWS 2008/09)

"Die Bewohnerinnen und Bewohner hier in der Asylbewerberunterkunft haben sehr profitiert von dem Einsatz der Studierenden: die vier Studentinnen und ein Student schenkten Zeit und Interesse, brachten sich ein mit Ideen, Phantasie und Kreativität. Es gab über drei Monate hinweg viele Begegnungen und Gespräche. Besonders beeindruckt hat mich, wie offen und gleichzeitig sensibel die Studierenden auf die Asylbewerber zugingen. Und wie vorurteilsfrei sie waren. Nachhaltig wirkt sich der Einsatz auf den Frauentreff aus: eine Studentin kommt immer noch alle 14 Tage und nimmt aktiv am Frauentreff teil. Zudem hat sich durch die Vernetzung mit einem anderen Kooperationspartner des Uni-Projektes ein ganz neuer Kontakt ergeben: Der Kinderschutzbund wird eine Mutter-Kind-Gruppe sowie eine Kindergruppe einmal wöchentlich durchführen. Auslöser war die engagierte und beeindruckende Präsentation der Studierenden bei der Abschlussveranstaltung an der Universität."


Karl-Friedrich Hofmann
Lehrer an der Justus-von-Liebig Berufsschule
Service Learning-Veranstaltung "Bewerbungstraining für Schüler/-innen" (HWS 2008/09)

"Im Schuljahr 2008/09 war die Zweijährige Berufsfachschule der Justus-von-Liebig-Schule zum ersten Mal Kooperationspartner des Service Learning-Seminars "Bewerbungstraining für Schüler/-innen". Eine unserer ersten Klassen wurde von zehn Studierenden in Fragen der Berufswahl und des Bewerbungsverfahrens bis hin zum Vorstellungsgespräch betreut. Die Rückmeldungen der Schüler/-innen zeigen, dass sie alle von dieser Veranstaltung profitiert haben – nicht nur deswegen besteht in unserem Haus ein großes Interesse an einer Fortführung der Kooperation."